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Grüne Kommunalwahl-Kandidaten werden benannt
“Viele Wiemeringhauser Bürger engagieren sich für Bündnis 90/Die Grünen” - so müsste es richtigerweise heißen in der Überschrift zu dem heutigen Artikel in der Westfalenpost. Olsbergs Grüne stellen ihre Kandidaten auf - und wen sieht man da - lauter Wiemeringhauser(innen)! Die politische Heimat der Olsberger Grünen ist eindeutig in unserem Dorf zu verorten. Von hier aus werden Sie losgeschickt, auf die verlorenen Posten in den Nachbar-Gemeinde-Wahlbezirken. Dominiert werden die Grünen eindeutig von unserer Familie Weigand: Neben dem Ortsverbandsvorsitzenden und Fraktionssprecher Karl-Heinz (Wahlbezirk Bigge-Olsberg) sind seine Frau Uta (Wahlbezirk Bigge 2), sein Bruder Franz-Josef (Wahlbezirk Wiemeringhausen) und seine Schwägerin Claudia (Wahlbezirk Olsberg 3) als Kandidaten mit dabei. Für die Wahlkreise Bruchhausen und Bruchhausen/Elleringhausen kandidieren Ursula Klagges und Andreas Plitt. Der Wahlkreis Brunskappel/Wulmeringhausen wird von Alfons Schmidt besetzt und für den Wahlkreis Assinghausen tritt Tallat Durguter an. Also 8 von 18 Kandidaten aus Wiemeringhausen - was für eine tolle Quote. Aber da niemand wirklich damit rechnen kann, in den vornehmlich schwarzen Sauerländer Hochburgen als grüner Direktkandidat auch gewählt zu werden, lohnt sich ein Blick auf die Reserveliste der Grünen: Falls alle dort genannten acht Listen-Kandidaten durchkämen, wären die vier Weigand’s dabei (Listenplätze 1, 3, 5 und 8).
Hier der Artikel aus der WP von heute: wp_090209_gruene_ratskandidaten_2009.pdf
2 Antworten auf “Grüne Kommunalwahl-Kandidaten werden benannt”
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13.2.2009 bei 00:07
Da hat unser Ortsvorsteher aber schlecht recherchiert: Nicht 8, sondern lediglich 6 der Kandidaten für die Kommunal von B90/Die Grünen kommen aus Wiemeringhausen.
Karl Heinz Weigand wohnt schon seit ca. 20 Jahren in Bigge und Uta wird nicht automatisch zur Wiemeringhäuserin, nur weil sie mit einem Weigand verheiratet ist.
Ausserdem ist die Überschrift der WP durchaus richtig, denn es engagieren sich viele Bürgerinnen und Bürger, wenn auch für Bündnis 90/Die Grünen. Dieser abwertende Zusatz im Artikel des Ortsvorstehers ist ziemlich überflüssig.
Sollte ein Ortsvorsteher nicht sogar ein Interesse daran haben, viele politisch interessierte Bürger im Dorf zu haben, egal welcher (natürlich Demokratischen) Partei sie angehören? Wird nicht sonst immer soviel von politischem Desinteresse geredet?
Bei den Grünen ist es ausserdem durchaus nicht der Fall, dass die Partei bzw. der Ortsverband von irgend jemanden, schon gar nicht von einer Familie, „dominiert“ wird. Auch bei den Grünen ist das Wort „Demokratie“ durchaus bekannt und alle Entscheidungen, Wahlen und Nominierungen werden tatsächlich demokratisch und wie für die Kommunalwahl erforderlich sogar in geheimer Wahl durchgeführt (um die anderen Ortsverbandsmitglieder dazu zu bringen, die Familie Weigand hier zu bevorzugen, fehlen uns leider die finanziellen Mittel
Das in Wiemeringhausen für die Stadt Olsberg aussergewöhnlich viele Bürgerinnen und Bürger mit den Grünen sympathisieren ist keine Erscheinung der Neuzeit, sondern lässt sich an den Wahlergebnissen der letzten Jahre sehr schön ablesen, auch für die letzte Kommunalwahl haben die 4 Weigands zusammen mit einigen anderen Wiemeringhauserinnen und Wiemeringhausern bereits kandidiert.
Mal schauen, vielleicht ziehen die Grünen zur Kommunalwahl ja noch ein Ass aus dem Ärmel und lassen eine gewisse Philomena Unweis (aus den „eigenen Reihen“ sozusagen) als Kandidatin für das Amt des Bürgermeisters (in diesem Falle müsste es ja dann wohl Bürgermeisterin heissen) antreten. Eine erste Visitekarte hat sie ja auf dem Frauenkarneval schon abgegeben und durchaus Unterstützung aus dem Volk erhalten!
Mit grünen Grüßen
F.-J. Weigand für Bündnis 90/Die Grünen
OV Olsberg
13.2.2009 bei 10:50
Lieber Franz-Josef.
Zunächst: Vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich bin zwar parteilos und versuche als Ortsvorsteher möglichst unparteiisch zu sein - unpolitisch bin ich aber keinesfalls - und auch Ortsvorsteher haben das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung. Deshalb gebe ich in diesem Blog auch ungefragt zu allem Möglichen, insbesondere auch Dorf-Politischen, meine persönliche Wahrnehmung wieder.
Also: Ich bin ein ausgesprochener Freund politischer Vielfalt, entspricht doch eine bunte Parteienlandschaft nach meinem Verständnis viel mehr dem heutigen gesellschaftlichen und politischen Milieu-Querschnitt als uns die momentanen Mehrheitsverhältnisse in der hiesigen Region und Parteienlandschaft den Eindruck vermitteln. Ich freue mich deshalb auch sehr darüber, dass wir gerade in Wiemeringhausen soviele Bürger(innen) haben, die sich politisch engagieren - egal ob schwarz oder grün oder sonstwie.
Aber: Was mir allerdings etwas zu kurz kommt ist das persönliche Engagement dieser und auch anderer Parteimitglieder in Bezug auf die speziellen Belange und Fragestellungen unseres Dorfes - deshalb die Einschränkung bzw. Erweiterung (nicht Abwertung!) bezgl. der Überschrift des WP-Artikels, denn hier im Ort stehe ich mit den Vereinsvorsitzenden und einer Handvoll Mitstreiter seit nunmehr fast einem Jahr ziemlich allein auf weiter Flur.
Weiter: Ich halte es politisch für absolut opportun, dass ihr mit der Besetzung möglichst aller Wahlkreise die Stimmen für eure Listenplätze einsammelt. Dass niemand dieser vielen Platzhalter(innen)auf den Listenplätzen erscheint zeigt, dass es sich eher um ein wahl-taktisches Manöver als um ein persönliches bürgerliches Engagement handelt. Ein persönliches Risiko möglicherweise politische Verantwortung übernehmen zu müssen, ist mit diesen Kandidaturen wohl kaum verbunden. Aber wie gesagt, hier heiligt der politische Zweck schließlich die Mittel … und in der Politik bzw. im Wahlkampf geht es nunmal in erster Linie um Mehrheiten und nicht um Wahrheiten, wie mir Anfangs meiner Amtszeit ein Parteimitglied anderer Couleur mit auf den Weg gab.
Und: Dass ich in der Familie Weigand einen aktiven Kernbestandteil der Grünen ausgemacht habe, ist doch offensichtlich und keineswegs ehrenrührig - hierauf könnt ihr m. E. zurecht stolz sein. Es hat aber auch nichts mit schlechter Recherche zu tun, wenn ich Karl-Heinz und Uta zu Wiemeringhausern zähle, obwohl sie (natürlich auch mir bekannt) nicht(mehr)in Wiemeringhausen wohnhaft sind - im Herzen sind sie es m. E. nach doch, wenn ich bspw. an das langjährige Engagement von Uta im hiesigen Karneval denke oder an die gemeinsame Zeit des Aufwachsens in der Nachbarschaft mit Karl-Heinz.
Zum Schluss: Ich wünsche mir im Vorfeld der Kommunalwahl von Parteien nicht nur die Bennung von Kandidaten, sondern auch klare Aussagen und politische Entwürfe, wie sie mit den anstehenden Zukunftsproblemen speziell auf den Dörfern in den nächsten 5 Jahren umgehen wollen. Einen Wahlkampf in dem Sinne mit einer aus meiner Sicht perspektivisch wünschenswerten Schwerpunktpolitik für die Dörfer kann ich bisher leider nicht feststellen.
P.S.: Die Bürgermeisterparodie von Uta beim Frauenkarneval - auf die du zum Schluss anspielst - soll ja toll gewesen sein. Gibt es davon vielleicht ein Video? Aber in Bigge steht es ja wohl auch noch auf dem Programm.
Viele bunte Grüße sendet
Hubertus Moos
Ortsvorsteher Wiemeringhausen