Archive für Dezember 2008

Soziales Netzwerk: ZWAR - Zwischen Arbeit und Ruhestand

Die Stadt Olsberg, das Josefsheim Bigge und die ZWAR-Zentralstelle NRW werden im März 2009 in Olsberg ein integratives ZWAR-Netzwerk für ältere Menschen mit und ohne Behinderung ins Leben rufen.

“Soziale Netzwerke werden für Menschen ab 55 Jahren immer wichtiger. Hier treffen sich Menschen mit gleicher Lebenssituation, um ihren dritten Lebensabschnitt gemeinsam durch ihr Engagement für sich selbst, für ihr Netzwerk und für ihr Gemeinwesen zu gestalten. Ziel ist die Förderung von Selbstorganisation und gesellschaftlicher Teilhabe älterer Menschen.” so heißt es in einem gemeinsamen Einladungsschreiben von Herrn Bürgermeister Reuter, dem Geschäftsführer des Josefsheims, Herrn Vornholt, und dem Fachberater der ZWAR-Zentralstelle NRW, Herrn Stanjek, zu einer Informationsveranstaltung am Montag, 19. Januar 2009, von 17.00-18.30 Uhr im Josefsheim.

Das Thema demographischer Wandel und seine Folgen betrifft zusehends auch uns in Wiemeringhausen. Der Ortsvorsteher würde sich freuen, wenn er einige an diesem neuen Sozial-Projekt interessierte Dorfbewohner(innen) zu der Informationsveranstaltung mitnehmen könnte.

Anmeldungen werden bis zum 12.01.2009 erbeten.

Regenwassergebühr kommt

Auch wir in Wiemeringhausen werden - soweit wir Haus- und Grundstücksbesitzer sind - demnächst eine von dem übrigen Schmutzwasser getrennte Regenwassergebühr zu zahlen haben.

Die Stadt Olsberg und die Hochsauerlandwasser GmbH weisen in einer als Fragenkatalog aufgebauten Informationsbroschüre auf die neuen Modalitäten hin. Nachzulesen ist dies auch auf den Internetseiten der Stadt Olsberg und der Hochsauerlandwasser GmbH unter der Adresse http://www.hochsauerlandwasser.de/abwassergebuehr.html.

Einige Handexemplare der Broschüre in Papierform sind beim Ortsvorsteher Hubertus Moos erhältlich. Hier steht eine abgescannte Version mit geringerer Dateigröße zum Download.

broschure_regenwassergebuhr_stadt-olsberg.pdf

Eine schöne Bescherung - Dorfmusikanten spenden 300 €

Am 23.12.2008, dem Tag vor Heiligabend, haben die Wiemeringhauser Dorfmusikanten wieder einmal mit stimmungsvollen Weihnachts- und Adventsliedern auf das nahende Weihnachtsfest eingestimmt. Das traditionelle Weihnachtsständchen, das nun schon seit 10 Jahren stattfindet und mittlerweile einen festen Platz im Jahresterminkalender des Dorfes gefunden hat, fand zur Freude der Organisatoren erneut großen Zuspruch - diesmal am Feuerwehrhaus. 

Die Musikanten möchten sich deshalb bei den zahlreichen einheimischen und auch fremden Gästen für ihr Kommen und die dadurch zum Ausdruck gebrachte Unterstützung dieser Veranstaltung recht herzlich bedanken. Ein besonderer Dank gilt den fleißigen Helferinnen und Helfern am Verkaufsstand, die wieder mal so hervorragend für den kulinarischen Genuss des Abends gesorgt haben.

Dank der seither stabilen und moderaten Preise für Glühwein, Würstchen, Bier oder Cola - alles für 1 Euro - konnte ein ordentlicher Umsatz gemacht werden. Ein Weiteres tat die großzügige Spendenbereitschaft der Anwesenden dazu bei, dass die Dorfmusikanten wie angekündigt mit einer Geldspende dem Dorf den Großteil des Erlöses zurückgeben können.

Die Dorfmusikanten freuen sich der “Dorfgemeinschaftskasse” und der “Betreuten Grundschule e. V. ” jeweils einen Betrag von 150 Euro zukommen lassen zu können - und wünschen allen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes und friedvolles Jahr 2009.

Bundesverdienstorden für Peter Seiffertt

Radio Sauerland meldet:

Kurt-Peter Seiffert aus Olsberg-Wiemeringhausen bekommt heute den Bundes-Verdienstorden überreicht.

Damit soll Seifferts Einsatz als Ortsvorsteher und CDU-Ratsherr für sein Dorf gewürdigt werden. Zum Beispiel hatte er die Gründung des Friedhofs-Vereins in Wiemeringhausen eingeleitet. Das habe zu stabilen Gebühren geführt, heißt es in der Begründung.

Schaf entlaufen

Wer erinnert sich noch daran, als mir im vergangenen Frühjahr 2007 meine zwei Schwarzkopf-Schafe namens Morle und Patrick hier oben auf den Bauplatzwiesen am Böhl entlaufen sind, weil sie an einem Freitagmorgen wohl von einem großen bösen (freilaufenden?) Hund verschreckt worden waren.

Meine Familie und ich haben alles Mögliche unternommen, um sie so schnell wie möglich wieder nach Hause auf ihre saftige Weide zurückzuholen. Ich habe von der Arbeitsstelle aus Hagen sofort Radio Sauerland informiert. Auch die Redaktion der Westfalenpost und des Sauerlandkuriers – alle haben uns geholfen. Noch um 7:00 Uhr morgens sind die beiden gar nicht scheuen Tiere von den Nachbarn gesehen worden, aber bereits eine Stunde später um 8:00 Uhr hatte man sie schon am alten Steinbruch bei Niedersfeld gesichtet, von da verlor sich ihre Spur. Ich bin nachmittags noch mit dem Auto alle Waldwege abgefahren und habe mir dabei einen Autoreifen platt gefahren So schlimm, dass sogar zwei Neue her mussten, weil die Karkasse beschädigt war. der KFZ-Werkstatt Paul Becker zur Freude.

Am nächsten Tag haben wir dann im Umkreis und den Nachbarorten überall Fahndungsfotos ausgehangen und dann, am Sonntagmittag endlich kam der erlösende Anruf aus Bruchhausen. Dort hatten sich die beiden Ausreißer einer fremden Herde angeschlossen – man stand sich gegenüber – jeweils auf der anderen Seite des Zaunes.

Was ein echter Schafhirte ist, der weiß, welche Sorgen man sich um jedes der Tiere in seiner Herde macht. Nun bin ich nicht nur der Hirt einer seither etwas größer gewordenen Schafherde, sondern mittlerweile führe ich auch seit dem Frühjahr 2008 die menschliche Herde von Wiemeringhausen an. Jetzt ist in dieser Gemeinde etwas Vergleichbares passiert:

Ein noch namenloses Schaf – von dem man nur weiß, dass es ein vor 10 Jahren aus einer fremden Herde zugezogenes Tier ist, das sich aber in die hiesige Schafsherde integriert zu haben scheint – hat sich vermutlich im finsteren (K)urwald von Wiemeringhausen verirrt und blökt nun aus der Dunkelheit heraus. Alles was es so gerüchteweise oder sonstwie in seinem Leben aufgeschnappt hat – aber auch eigene Gedichte zu Weihnachten - gibt es dort von sich, da es nicht weiß, wie es sich sonst bemerkbar machen soll.

Und die Menschenherde ist ganz traurig, weil alle das Schäfchen jammern hören können, aber niemand kann es sehen. Es ist vermutlich ein schwarzes Schaf, was man im dunklen Sauerländer Wald nicht erkennen kann, in das es nach eigener Aussage ja eigentlich Licht bringen wollte. Da keiner es beim Namen nennen kann, kann man es auch nicht anrufen – so müssen wir wohl alle warten, bis die Bäume in dieser Woche gefällt werden und etwas mehr Licht wird, um den „Wiemeringhäuser“, wie es sich nennt und das noch im Verborgenen ist, eines Tages entdecken zu können.

Hoffentlich finden wir es bald, denn es wäre schade wenn ihm etwas zustoßen würde und seine Stimme aus möglicherweise internetrechtlichen Gründen erstickt würde. Man darf sich nämlich nirgendwo anonym aufhalten - nicht in Wiemeringhausen, nicht in Deutschland und auch nicht im WWW. Jemand muss immer die Verantwortung für Worte und Taten übernehmen – verstecken gilt nicht und ist auch nicht nötig – schließlich will keiner dem Schäfchen was tun.

Ich mache mir selbst die größten Vorwürfe, dass ich erst gestern bemerkt habe, dass mir das Schäfchen schon vor beinahe vier Wochen abhanden gekommen ist – was bin ich doch für ein schlechter Hirte – aber ich musste mich in der jüngsten Vergangenheit mit sovielen (dorfpolitischen) Dingen rumplagen, wie auch unser Schäfchen wohl mitbekommen hat.

Wenn alle mithelfen beim suchen, werden wir es bestimmt bald wiederfinden und es muss nicht einsam und allein durch die Straßen schleichen und fehlende Weihnachtsbeleuchtungen suchen. Ich wünsche mir: Das schwarze Schaf soll wie das Christkind an Weihnachten seinen Platz in unserer Mitte wiederfinden – dann wird alles wieder gut und es ist ein rechter Friede in Wiemeringhausen - oder?

Rasengräber - Nicht nur in Wiemeringhausen gefragt

Nicht nur bei uns - auch andernorts befasst man sich mit neuen Beisetzungsformen. Der Wunsch nach pflegeleichten Urnen- und Rasengräbern nimmt deutlich zu. Die Gründe für die neuen Friedhof-Trends liegen laut einer Meldung in der Westfalenpost für Kreuztal vom 21.11.2008 auf der Hand: Mehr Einzel-Personenhaushalte und immer mehr Familien, deren Kinder aus beruflichen Gründen nicht mehr in ihrem Geburtsort leben und deshalb eine Grabpflege nur eingeschränkt wahrnehmen können.

Wie sich Rasengräber gestalten lassen, damit befasst sich sehr anschaulich auch der nachfolgende Videobeitrag. Die in dem Video genannten Preise sind für Wiemeringhausen aber sicherlich nicht repräsentativ.

Link: Pflegeleichte Rasengräber

Rettet Dafur! – Aktionstag gegen Völkermord am 13.12.2008 in Olsberg

In einer bundesweiten Weihnachtsaktion der Gesellschaft für bedrohte Völker soll nun auch in der heimischen Region auf einem Aktionstag auf den „Völkermord in Dafur“ aufmerksam gemacht werden.

„Kommen Sie zu unserem Aktionstag!“ dazu fordert deshalb auch unsere in der Sache stark engagierte Grundschullehrerin Frau Maria Gierse alle auf. Sie setzt sich seit langem für weltweite Menschenrechte ein und fordert ein deutlich stärkeres Einschreiten der Völkergemeinschaft, um dem „schlimmsten Völkermord der Gegenwart“ im Sudan entgegenzutreten.

Der Aktionstag findet am 13.12.2008 von 11.00 bis 13.00 Uhr in Olsberg, Bahnhofstraße/Kurpark statt.

Jeder der Zeit hat und sich ebenfalls für Menschenrechte stark machen will, sollte den Termin wahrnehmen, um damit ein Zeichen gegen das Unrecht zu setzen. Weiters ist dem Flyer zu entnehmen:

aktionstag-dafur_081213.pdf 

Lyrik statt Politik - Lutz Görner spricht Busch & Buckowski

Wie wär’s mal mit Gedichten - die man auch Lyrische Werke nennt. Im Laufe der Zeit hat sich die Lyrik oder Dichtkunst im deutschen Sprachraum (und damit auch in Wiemeringhausen) aus den verschiedensten Gründen immer mehr in eine Nische zurückgezogen, zu der nur noch wenige Menschen Zugang finden.

Einer, der alte und neue Dichtkunst am Leben hält, ist Lutz Görner - man nennt ihn auch den Rezitator. Er tritt morgen, Mittwoch, 03.12.2008, um 20.00 Uhr im Kolpinghaus Brilon auf und trägt von Wilhelm Busch und Charles Bukowski vor. In seinem Handzettel zu diesem Vortragsabend heißt es auf seiner Internetseite: “Dass sich Busch und Bukowski in meinem neuen Programm treffen, liegt daran, dass ich mich nahezu gleichzeitig mit beiden beschäftigt habe und mir dadurch ihre vielen Gemeinsamkeiten aufgefallen sind. Ihre problematische Kindheit und Jugend, ihre Schwierigkeiten mit den Eltern, ihre daraus resultierenden Minderwertigkeitskomplexe, ihr Nicht-wissen-was-tun als junge Erwachsene, ihre drückende Armut, ihr spätes Erkennen der künstlerischen Berufung als fast 40-Jährige, ihr kometenhafter Aufstieg, begleitet allerdings von Vorurteilen. Bei Busch hieß es, er sei Kinderbuchautor, bei Bukowski, er sei Pornograf. Beide hatten Probleme mit Frauen, waren wie Waldelefanten scheue, sensible Einzelgänger und haben beide zu viele der legalen Drogen zu sich genommen. Busch hat neben exzessivem Alkoholkonsum schließlich drei Nikotinvergiftungen überlebt, d.h. war jeweils ein halbes Jahr krank und auf der Kippe, bei Bukowski platzten neben seinem exzessiven Tabakkonsum Magengeschwüre wegen seines Alkoholkonsums und es waren 16 Liter fremdes Blut nötig, um ihn zu retten. Dennoch sind beide über 70 Jahre alt geworden, lebten gegen Ende ruhig und zurückgezogen und sind hochgeehrt und durch gigantische Buchaufl agen bedingt als Millionäre gestorben. Der eine durch seine Bildergeschichten, der andere durch seine Romane. In meinem Programm stehen die Gedichte im Vordergrund, die besser als alles andere das Innere dieser beiden großen Künstler offenlegen.”

Wer sich also bei einem Kulturgenuss nicht alltäglicher Art z. B.von aktueller Dorf- und Kommunalpolitik einmal ablenken will, ist morgen in Brilon bei Lutz Görner bestens aufgehoben - …..und kann vielleicht in kraftvollen Gedichten Hoffnung und Mut schöpfen für die kommenden schweren Zeiten, die uns allen im Wahljahr 2009 noch bevorstehen (sollen).

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