Archive für November 2008

Kommunalwahlen werfen ihre Schatten voraus - Jürgen Winzer bewirbt sich für Wiemeringhausen

Die nächsten Wahlen stehen vor der Tür – nach jetzigem Stand werden die Kommunalwahlen gleichzeitig mit den Europawahlen am 07. Juni 2009 und die Bundestagswahlen am 27. September 2009 stattfinden. Im kommenden Jahr werden die politischen Weichen für die nächsten 5 Jahre gestellt. Es wird also für jeden politisch Interessierten langsam Zeit, sich damit zu beschäftigen, auch wenn man keiner politischen Partei angehört.

Konkret geht es bei uns im Dorf darum, wen wir aus Wiemeringhausen in das Stadtparlament schicken werden. Es kommt dabei immer darauf an, wer für den Ort und die Stadt die besten politischen Beiträge leistet und nicht allein darauf, welchen Stellenwert die Kandidaten in der Parteihierachie darstellen. Manche Parteien bzw. Stadt-/Ortsverbände wissen ihre Listenplätze schon gar nicht mehr zu besetzen, weil die Politikverdrossenheit zu einer (partei-)politischen Abstinenz geführt hat und kaum jemand sich in die Untiefen der Kommunalpolitik begeben will. In Wiemeringhausen sind weit weniger als 10 % der Bevölkerung einer Partei zugehörig.

In Olsberg hat bereits vor einiger Zeit einer seinen Hut in den Ring geworfen: Wolfgang Fischer wurde vom CDU-Stadtverband einstimmig nominiert und hat die besten Aussichten die Nachfolge von Elmar Reuter als Bürgermeister anzutreten. Weitere Kandidatenvorauswahlen für die kommende Kommunalwahl fanden bereits in verschiedenen Ortsteilen statt.

Nun soll am 04.12.2008 eine Mitgliederversammlung des CDU-Ortverbands Wiemeringhausen darüber entscheiden, wer in Wiemeringhausen das Rennen um die zu vergebenden Plätze macht. Aus informierten Kreisen ist zu vernehmen, dass sich Jürgen Winzer, ein langjähriges CDU-Mitglied, für den Posten des Direktmandates beworben hat. Er tritt damit gegen den heutigen Direktmandatsträger Peter Seiffert an, der sich trotz seines vergleichsweise hohen Alters erneut für eine mögliche Amtsperiode entschieden hat.

Sollte Seiffert sich in einer Abstimmung der Mitglieder durchsetzen, wäre er zukünftig voraussichtlich der Alterspräsident im Rat, da die anderen älteren Ratsmitglieder im Vorfeld ihren Rückzug aus der Kommunalpolitik erklärt haben. Elmar Reuter wäre nach einer möglichen Wiederwahl bis zu seinem 69. Lebensjahr im Amt – das wollte er sich aber nicht mehr antun. Ein anderer – der stellvertretende Bürgermeister Werner Menke - tritt ebenfalls nicht mehr an. Damit wird es im Olsberger Rat in 2009 eine deutliche Verjüngungskur geben - insbesondere bei den wichtigen Führungspositionen.

Der CDU-Ortsverband Wiemeringhausen stellt heute neben dem Direktmandat noch zwei weitere Ratsmitglieder, die über die Reserveliste gewählt werden. Hier wäre zunächst Hiltrud Schmidt zu nennen, die als Vorsitzende der CDU-Frauenunion im Stadtverband Olsberg und als Kreistagmitglied einen obersten und damit sehr sicheren Listenplatz belegt. Ein drittes Ratsmandat für die CDU-Wiemeringhausen fällt derzeit auf Uwe Lingenauber. Er ist Schriftführer in der CDU-Ratsfraktion, Kassierer und Schriftführer des CDU-Ortsverbandes, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union (JU) von Wiemeringhausen und Vorsitzender des JU-Stadtverbandes Olsberg. Dieser jüngste der örtlichen CDU-Mandatsträger hat also eine ganz stattliche Anzahl von Posten und Funktionen auf sich vereint – deshalb kann man auf ihn in der Partei möglicherweise nur schwerlich verzichten. Ein guter Listenplatz könnte ihm sicher sein, wenn es in Wiemeringhausen auch zukünftig drei CDU-Mandate zu verteilen gibt. Allerdings wird sich der Rat in der nächsten Legislaturperiode um zwei Mitglieder verkleinern.

Wer von den beiden Kandidaten – Seiffertt oder Winzer - sich auch durchsetzen wird, eine gute und zukunftsorientierte Zusammenarbeit mit dem neuen Ortsvorsteher Hubertus Moos wäre aber in jedem Fall sehr wünschenswert. Dieser hatte bei seiner Kandidatur zum Ortsvorsteher im Frühjahr 2008 keinen Hehl daraus gemacht, dass es für ihn in Wiemeringhausen nicht nur allein um inhaltliche Veränderungen bei der Bewältigung der dörflichen Herausforderungen gehe, sondern dieser Wandel auch von einem personellen Wechsel in der politischen Vertretung begleitet sein müsse. Insofern darf man sicher annehmen, dass sich der Ortsvorsteher klar und eindeutig zu dem jüngeren Kandidaten bekennen wird.

Dem in vielfältiger Weise zum Wohl der Dorfgemeinschaft bereits sehr stark engagierten Neuling stehen die langjährige Erfahrung und die Verdienste des Amtsinhabers gegenüber – eine politische Weiterentwicklung erfordert jedoch immer wieder frische Impulse. Auch wenn Jürgen Winzer nicht den Rückhalt beim CDU-Vorstand haben sollte, so zeichnen ihn charakterlich doch gerade in der jetzigen Situation seine persönliche Überzeugungskraft und seine Zielstrebigkeit aus, um sich trotzdem als Kandidat zu bewerben und der Versammlung bzw. dem Vorstand zu stellen. Auch wenn dieses Unterfangen auf den ersten Blick wenig aussichtsreich erscheinen mag - fehlendes Selbstbewusstsein kann man dem jungen Kandidaten nicht unterstellen und man darf auf eine spannende Entscheidung gespannt sein. 

Winzer geht es nach seinem eigenen Bekunden bei seiner Kandidatur vor allem um eins: Er will Wiemeringhausen gemeinsam mit dem Ortsvorsteher und der ganzen Dorfgemeinschaft wieder weiter nach vorne bringen. So bleibt abzuwarten, wie die versammelten CDU-Parteipolitiker von Wiemeringhausen am kommenden Donnerstag entscheiden werden – für die Fortführung des Bisherigen oder den Versuch eines hoffnungsvollen Neuanfangs. Eine Teilnahme an dieser Vorauswahl sollte für jedes CDU-Mitglied eigentlich Pflicht sein.

Infoabend: Schneller Internetanschluss für‘s Dorf

Die Internet-Breitbandinitiative des Hochsauerlandkreises ist das Thema einer Informationsveranstaltung, am Donnerstag, 20.11.2008, um 19.00 Uhr im Landgasthof Schöttes.

Der schnelle Anschluss an das Internet ist mittlerweile eine wichtige Grundvoraussetzung zur Teilhabe am heutigen Informationszeitalter. Die private und geschäftliche Kommunikation sowie der elektronische Datenverkehr werden heute weitgehend über das Internet abgewickelt. Das unter der Bezeichnung LNet Privat von dem Unternehmen Innofactory GmbH aus Lennestadt entwickelte „Lokale Internet“ basiert auf moderner Richtfunktechnik. Die Datenleistung des LNet wird dem des DSL 6000 entsprechen – davon kann man in Wiemeringhausen bisher nur träumen.

Die Voraussetzung dafür, dass dieses Netz auch nach Wiemeringhausen kommt, sind aber mindestens 20 Anschlusswillige! Angesichts der wenig erfreulichen Aussicht, dass es seitens der Telekom keine Verbesserungen der Netzinfrastruktur mehr geben soll, muss man eigentlich froh sein, dass uns eine solche interessante Alternative geboten wird. Das LNet scheint die einzige Alternative zu sein, um auch auf den Dörfern anspruchsvolle Anwendungen zu nutzen und zeitgemäße Download-Raten zu bekommen.

Um nochmals aus erster Hand über das Gesamtvorhaben „Breitbandinitiative HSK“ zu informieren und die offenen Fragen im Einzelnen zu klären, stehen uns an diesem Abend Vertreter der Entwicklungsfirma und des HSK Rede und Antwort. Näheres ist dem an alle Haushalte gerichteten Einladungsbrief der Betreibergesellschaft zu entnehmen.

brief_infoveranstaltung.pdf

Der Ortsvorsteher Hubertus Moos hofft auf zahlreiche interessierte Zuhörer.

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