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- 27.8.2010: Elektra's Beobachtungen ...von der (durchnässten) Sommerweide
- 2.8.2010: "Elektra’s" Beobachtungen …von der (feuchten) Sommerweide
- 23.7.2010: Elektra’s Beobachtungen …von der (heißen) Sommerweide
- 22.6.2010: "Elektra's" (1) Beobachtungen ....von der Sommerweide
- 11.5.2010: Almauftrieb - Das Bieseveih macht Sommerpause
- 12.2.2009: Neue Internetpräsenz: WWW.PRO-WIEMERINGHAUSEN.DE geht online
- 9.2.2009: Grüne Kommunalwahl-Kandidaten werden benannt
- 25.1.2009: Infoabend: Welche Rolle spielt das Internet in unserer Gesellschaft?
- 11.1.2009: Neujahrsempfang 2009 - Bürgerschaftliche Aktivitäten werden belohnt
- 31.12.2008: Soziales Netzwerk: ZWAR - Zwischen Arbeit und Ruhestand
Elektra’s Beobachtungen …von der (durchnässten) Sommerweide
27.8.2010 von Bieseveih.
Was für ein Sommer - einer heißen und kurzen Schönwetterperiode folgte wieder mal der längere feuchte Teil – ein nahtloser Übergang vom regnerischen Sommer in den nassen Herbst. Es wäre genauso wie im vergangenen Jahr, hätten sie in der Winterberger-Werbe-Presse (WP)geschrieben, wie mir mein Herr und mein Hirte berichtete. Er setzt sich ja in letzter Zeit wieder häufig auf sein neues Fahrrad und erkundet zusammen mit meiner Herrin die Umgebung. Neulich verriet er mir noch einen heißen Ausflugstipp: Wer jetzt die letzte Ferienwoche im Sauerland noch nutzen will und dazu noch gut zu Fuß oder zu Fahrrad ist, dem empfiehlt er als besonders interessante Besichtigung den Besuch einer der Groß-Baustellen. In Winterberg gibt es zurzeit gleich zwei davon: Das OVERSUM-Welten-Ei und den LANDAL-Green-Park. Letzterer zeigt sich heute noch eher in Gelb-Braun-Tönen - Grün ist nur drum herum und auf dem benachbarten Golfplatz. Man könnte auch sagen „Kraterlandschaft neben Kraterlandschaft“ – alles künstlich, nur in unterschiedlichen Farben. Was in diesen Feriendomizilen der nächsten Generation demnächst alles drin sein wird, wenn es erst mal fertig gestellt sein wird, kann man bei dem zentralen Winterberger-Kurpark-Leuchtturm-Projekt auf dem großen Baustellenschild nachlesen. Ein gewisses Verständnis für die niederländische Sprache sollte man vor Ort aber schon mitbringen, wohingegen im Internet alles schön ins Deutsche übersetzt ist. Die ausführenden Planer und die Projektträger dieses touristischen Alleinstellungsmerkmals sind in jedem Fall alles keine Winterberger - soviel habe ich verstanden. Wer an der Ferienpark-Baustelle am Golfplatz so alles mitarbeitet, verraten die unterschiedlichsten bunten Baucontainer. Für beide Vorhaben gilt in jedem Fall das Pauschal-Touristen-Motto: ALL INCLUSIVE! Da bleibt für die zukünftigen zahlungskräftigen Gäste dieser Modell-Dörfer und Universal-Städte kein Wunsch unerfüllt - voraus gesetzt der Geldbeutel der Kunden-Klientel ist ausreichend gut gefüllt, um die Komplett-Angebote zu nutzen. Da wird für den örtlichen Einzelhandel wohl nur noch das Taschengeld übrig sein. Für die umliegenden Dörfer des Sauerlandes ist auf der Angebotsseite ja eher das Gegenteil der Fall. ALL EXCLUSIVE! heißt es heute in den zunehmend trostlosen Vororten der Mittel- und Unterzentren. Hier kann man Glück haben, wenn man noch einen Postkasten an einer maroden Hausfassade hat - aber ansonsten gibt’s nicht mehr viel zu holen oder weg zu bringen. Da hat sich seit der Zeit meines Herrn und Hirten als Gemeindevorstand erkennbar wenig verändert. Um das angekündigte DorV-Laden-Projekt ist es auch ziemlich still geworden – die Bürgerversammlung lässt wohl noch etwas auf sich warten. Das ist auch der wesentliche Unterschied zwischen unserem Heimatort und dem zugigen hochgelegenen Städtchen unterm Kahlen Asten: Dort verändert sich das Gesicht der Stadt so schnell und so brutal, dass man glauben könnte, hier würde der kürzlich verstorbene Chaos-Aktions-Künstler Christoph Schlingensief posthum seine letzte Provokation inszenieren. Das berüchtigte Kettensägen-Massaker findet hier allerdings nicht so brutal an zur Jagd freigegebenen Ossis statt, sondern ist gegen die eigene Natur und die langjährige Tradition gerichtet. Mit der Stadthalle geht auch gleichzeitig die Kirmesplatz den Bach runter - wie man munkeln hört. Und was im Wald Kyrill nicht geschafft hat, dass schaffen die Motorsägen und Planierraupen - natürlich alles auf Basis von verbindlichen Vereinbarungen als Vertragsgrundlagen von langfristig angelegten partnerschaftlichen Beziehungen. Na ja, was die Halbwertzeiten partnerschaftlicher Beziehungen betrifft, so sind die heutzutage eher rasant verkürzt als dauerhaft verlässlich – warum sollte das bei Public-Private-Partnerships eigentlich anders sein als bei den auffallend vielen Beziehungskrisen in den sauerländer Dörfern? Da droben im Berg-Tal vor den Toren von Möppis-Hütte wird jedenfalls radikal der komplette Wald gefegt und mächtige Stufen angelegt. Man könnte meinen, die ganzen Tannenzapfen vom Poppenberg würden sozusagen symbolisch in den ehemaligen städtischen Kurpark getragen und zu einem einzigen riesigen Zapfen vereint – dem großen braunen OVERSUM-Tannenzapfen. Dort steht er dann und stellt die bisher die Kernstadt prägende Kirchen-Silhouette in den Schatten - als neues Wahrzeichen der PPP-Branche, was wohl auch als Abkürzung für “Professionellen-Privaten-Profit” stehen könnte. Na, wenn das mal kein Kuckucks-Ei ist. Ich glaube, die erhoffte Win-Win-Situation von Stadt und Investoren steht - anders als die 120 Ferienhäuser und das Beton-Ei - auf einem finanziell eher wackligen Fundament, denn die errechneten Umsätze sind letztlich nichts weiter als Erwartungen aufgrund von hoffnungsfrohen Wachstumsprognosen - also Wetten auf eine rosige Zukunft. Da muss ich gleich immer an unser AQUA in Olsberg denken oder an die Bankenpleiten, mit den schlimmen Folgen für euren Finanz-Haushalt. Es heißt bei solchen Projekten ja immer, das Risiko trägt der Investor und die öffentliche Hand tut nur jährlich ihren kleinen Obulus dazu. Das kommt mir fast vor wie bei Telefon und Internet: Man bucht sozusagen ein Call & Surf-Comfort-Paket - wie eine quasi-öffentliche Flatrate für die Bereitstellung und Nutzung von quasi-öffentlichen Leistungen. Aber leider eben nur quasi - also nur zum Teil und scheinbar günstig. Was im Kleingedruckten der nicht-öffentlichen Verträge steht oder nicht steht, entzieht sich im Allgemeinen der öffentlichen Kenntnis. Was passiert, wenn die Sache nicht so rund läuft und die Kosten steigen, das kann man selbst als Rindvieh schon ahnen. Wenn die Umsätze - sprich Besucherzahlen - nicht stimmen, wird sich das „Partnership“ wieder eher als „public“ denn als „private“ erweisen - und die gestrandeten „Boat-People“ werden zum Schluss selber tüchtig rudern und zahlen müssen, um das Ferien-Club-Partner-Schiff in den (geld)-sicheren Hafen zu führen. Ich bin ein tierischer Pessimist, ich weiß. Aber: Warum müssen die Menschen eigentlich mit aller Gewalt alle denkbaren öffentlichen Angebote und Flächen und Immobilien privatisieren und öffentlichen Freiraum zu Lasten von Natur, Umwelt und Allgemeinheit immer weiter beschneiden? In Wiemeringhausen gibt es (Gott-sei-Dank oder Leider-Gottes?) so gut wie keinen öffentlichen Raum mehr - na ja: außer dem Blickdichten Kurpark und dem Steingarnierten Parkplatz vor dem Kindergarten, und natürlich den Dorfstraßen und Bürgersteigen. Aber vielleicht lässt sich aus dem demografischen Wandel ja diesbezüglich noch Kapital für alle zurück gebliebenen schlagen – das Projekt „Dörfer im Aufwind“ lässt Hoffnung schimmern. Einen ganzen Bergwald in ein Feriendorf zu verwandeln, damit auswärtige Investoren hier bei uns „vor der Ski-Hütten“ ihren persönlichen Reibach machen, dass bleibt Wiemeringhausen aber wohl hoffentlich erspart. Apropos öffentliche Grundstücke: Das kleine am Ortsaus-/eingang, wo jetzt die neue Speditionshalle hinkommen soll und vor ein paar Monaten erst die Altglascontainer hin verbannt wurden, soll man in dem Zuge des Kuhhandels um das Radweggrundstück - als Bonbon sozusagen - auch gleich für „n’en-Appel-und-en-Ei“ mit verhökert haben. So eine Gemeinheit, ausgerechnet als stolzes Bieseveih von solchem Kuhhandel sprechen zu müssen. Aber von was soll man sonst reden, bei diesem Kuhhorn-krummen Deal zwischen einer solchen nur pseudo-souveränen Baubehörde und einem hart-näckigen Grundstücksbesitzer, der partout auf „sein Recht“ gepocht und es „zu Recht“ auch bekommen hat. Der Begriff ist allerdings treffend, steht er doch schließlich als Synonym „für einen durch undurchsichtige Abläufe, insbesondere den Einbezug von Neben- und Zusatzvereinbarungen geprägten Tausch. Von dem Grund-(Gesetz)-Satz, dass „Eigentum verpflichtet“, scheinen die meisten besitzenden Menschen ohnehin nicht all zuviel wissen zu wollen. Nur gut, dass ich Rindviech auf unserer Hudeweide mit den vor privatem Zugriff geschützten, quasi-öffentlichen Gemeinschaftsflächen grasen darf und mit all dem Sch…. wenig zu tun habe. Dabei sollte es mir doch eigentlich egal sein - der Landal-Skandal und die vielen anderen lokalen Polit-Desaster. Weil ich eben nur ein Rindvieh bin, ist es das aber leider nicht! Obwohl: Manchmal glaube ich, es wäre besser „ein Ei d‘rüber zu schlagen“ - über’s ganze Uni-(O)-versum - anstatt immer wieder neue (faule) Eier in öffentliche Nester, sprich Parks, Wälder, Dorfränder oder sonst wohin zu legen. Aber wem sag‘ ich das? …..Gut Horn!
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“Elektra’s” Beobachtungen …von der (feuchten) Sommerweide
2.8.2010 von Bieseveih.
Mann o’ Mann! …Ähh, ich meinte natürlich: Bieseveih o’ Bieseveih! Da war ja mal wieder was los - am Sportplatz - am Wochenende. Die Sportler sind ja seit langem unsere guten Nachbarn – also …von uns Rindviechern. Wir, besser gesagt, die Klein-Bauern und Ein-Kuh-Halter von der Hude-Weidevieh-Genossenschaft haben ja seit Jahren dem Sportverein die Ballspielflächen unterverpachtet, sozusagen – jedenfalls solange, wie wir keinen Eigen-Futter-Bedarf angemeldet haben. Aber in diesem Jahr bei der Trockenheit hätte es beinahe dazu kommen können, …dass wir auf den Rasenplatz des Fußballvereins hätten ausweichen müssen, um nicht zu verhungern. Doch Dank dem Wettergott, denn es brauchte diese vertragsgemäß nur im äußersten Futter-Notstand in Betracht zu ziehende Maßnahme nicht angewandt zu werden. Der Sauerländer Sommer zeigt sich endlich wieder wie in den vergangenen Jahren von seiner schönsten Seite – abwechselnd von feucht und warm bis kühl und nass. Apropos Kühles Nass: Aus dem Sportplatzgelände ist ja mittlerweile eher mehr ein fröhlicher Festplatz geworden . Das vom Hude-Verein für die den Sportlern (nach dem Spiel) gar nicht so Wesensfremde Zwecke bereit gestellte Areal ist jedenfalls in den letzten Jahren stetig angewachsen. Die Weidegründe für uns Bieseveih’s wurden entsprechend geschmälert. Erst gab es einen großen Bolzplatz in der Nordkurve hinter dem Tor Richtung Dorf – der wurde aber weniger bebolzt als vielmehr mit Autos beparkt. Dann wurde der Bolzplatz stark verkleinert, eingezäunt und auf die Seite der Osttribüne verlegt – dort spielen manchmal einige Fußballzwerge. In dem Zuge wurde das Vereinsheim vor ein paar Jahren noch um einen ans Eck gebauten Unterstand und neue Toilettenanlagen erweitert. An dieses hässliche überdimensionale Garagentor haben wir Rindviecher uns ehrlich gesagt bis heute noch nicht richtig gewöhnt - Ästhetische Schönheitsaspekte haben hier nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt: „Hauptsache zweckmäßig.“ lautete wohl die Devise der Erbauer. Also: Dieser ehemalige Hude-Weide-Platz darf jetzt von allen Dorfbewohnern zum Feste-Feiern genutzt werden. Seit Neuestem bzw. vor rd. zwei Jahren hat sich auf der Südseite des Sportheims noch eine hölzerne Frittenbude auf unserer Weide dazu gesellt. Sport und Spaß gehören seither wie selbstverständlich zusammen - genauso wie Essen und Trinken, und letzteres war am Wochenende wieder schön zu beobachten. Ein dorfbekannter Fußballfan eines ebenfalls bekannten blau-weißen Traditionsclubs feierte dort bereits zum 10. mal seinen 6. Geburtstag. Auf dieser Party für Große waren endlich mal wieder etwas wohlklingendere Töne zu hören, als wir Rindviecher sie von den letzten Feiern der jungen Leute gewöhnt waren und ertragen mussten. Kein anderer als “mein Herr und mein Hirte” persönlich hatte sich seit langem mal wieder aufgerafft und zur Freude des Jubilars und der anwesenden Gäste mit Kind und Kegel sowie der Dorfkapelle aus dem steinigen Nachbartal zünftige Märsche und Polkas aufgespielt. Es war im Übrigen genauso wie es auch aussah - ich kann es bestätigen: Die Kapelle hatte man nicht nur Draußen im Feuchten sitzen lassen, während die Gäste nach Drinnen ins Trockene flüchteten – die Musikanten kamen auch noch förmlich vom Regen in die Traufe, besser gesagt: Sie spielten unter der Traufe, also dem Dachvorstand weiter, frei nach dem Motto: “Immer an der Wand lang!” - saßen sie da, einer schön neben dem anderen. Aber so Musiker(innen) sind ja nicht aus Zucker, die Instrumente rosten ja auch nicht so schnell und die Noten werden wohl auch wieder trocknen …mit der Zeit. Und als sich dann das Fest der Kaffee- und Kuchenzeit näherte und die Blasmusiker nach unermüdlichem zweistündigem Einsatz bereits wieder ihre Instrumente zum Trocknen einpackten – da drängten plötzlich doch noch zahlreiche weitere Gäste herbei. Diesmal aber wohl keine Gratulanten, sondern nur neugierige Zuschauer ….auf ein wahrscheinlich sehr wichtiges und schon lange geplantes Saison-Vorbereitungs-Spiel der heimischen rot-weißen Fußballmannschaft gegen einen mir unbekannten grün-weißen Gegner, der sich im Landgasthof Schöttes auf die nächste Saison vorbereitet. Na dann: „Prost Mahlzeit.“ Und so vermischte sich das Feiervolk einträglich mit den Sportsfreunden – manche waren offenbar auch Beides - Trink-Sportler sozusagen. Ob es soweit gegangen ist, dass sich die Fußballer und Zuschauer auch gemeinsam an dem schönen Geburtstagsbuffet und der Kaffeetafel gelabt haben – dass konnte ich von meiner Warte von der Weide aus allerdings nicht einsehen, die waren nämlich hinter dem Sportheim versteckt. Aber dennoch: Etwas seltsam kam es mir doch vor, dass man sich auf seiner eigenen Geburtstagsfeier plötzlich von soviel ungeladenen Gästen umgeben sehen muss. Na ja – war sicher alles abgesprochen ….mit dem Jubilar, …schätze ich. Jedenfalls würde ich mich über solche unbeteiligten Geburtstags-Überraschungsgäste nicht besonders freuen - aber so alt werde ich ja auch sicher niemals, dass mir das passieren könnte. Und da wir Rindviecher zudem sowieso nicht geladen waren und uns der Zutritt per Elektrozaun ohnehin verwehrt war, …sollte es uns eigentlich Schnuppe sein, wer mit wem feiert - oder Fußball spielt - oder auch nicht. Also dann: Gut Horn - nä!
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Elektra’s Beobachtungen …von der (heißen) Sommerweide
23.7.2010 von Bieseveih.
<Puuh!….Nun habe ich doch wohl hoffentlich den heißesten Teil dieses erneuten Jahrhundert-Sommers im Schatten der Ruhrwiesen einigermaßen überstanden – es soll ja das heißeste Jahr weltweit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sein. Ich muss das mal glauben, denn ich bin ja noch sehr jung. Das erste etwas kühlere Wochenende nach vier Wochen Hitzestress kündigt sich an - und die paar Regentropfen haben nicht nur für die Amphibien eine lebenswichtige Bedeutung. Die Frösche brauchen schließlich Wasser - und so kommt das feuchte Schauerwetter ja gerade rechtzeitig zum Schützenfest im ruhrabwärts gelegenen Nachbarort. Mein Herr und mein Hirte war in der Zwischenzeit gleich zweimal in Spanien: Dort herrschen ähnliche Temperaturen – auf Mallorca jedoch noch etwas kühler und windiger als hier im Sauerland; aber in Madrid unerträgliche 40 Grad im Schatten – dort liefen die Klimaanlagen auf Hochtouren und es sei eigentlich nur im Taxi oder in den Geschäftshäusern auszuhalten gewesen, erzählte er mir. Der Energieverbrauch in dieser Millionen-Metropole muss immens sein - noch schlimmer der Wasserverbrauch – Trinkwasser wohl gemerkt. Wenn jeder von den über drei Millionen Einwohnern Madrids jeden Tag wie vom Arzt empfohlen mindestens 3 Liter Wasser aus Plastikflaschen zu sich nimmt, dann wären das schon allein rd. 6 Millionen von den 1,5-Liter-Flaschen, die dort täglich geleert im Abfall verschwinden – ein riesiger Berg mit einem Volumen von 9.000 m³ - oder bildlich ausgedrückt: täglich ein fast 2 m hoch gestapeltes Fußballfeld voller leerer Plastikflaschen – nur allein in dieser Stadt. Da säuft so ein Rindviech wie ich zwar durchaus die 10-fache Menge am Tag wie ihr Menschen – aber dafür wesentlich Abfall ärmer und Ressourcen schonender direkt aus dem Flussbett der jungen Ruhr. Apropos junge Ruhr: Die kann man von meiner Warte von der Hudeweide Richtung Dorf nicht mehr sehr weit verfolgen – wenn auch der Kurpark am Anfang der Lieth noch von den Anwohnern frei geschnitten und offen gehalten wird, so fängt ab der Kurparkbrücke praktisch das Dickicht an. Es heißt, der Kurpark sei von der anderen Seite des Dorfes fast gar nicht mehr zu begehen, weil die Hecke an der Kirche den Weg beinahe vollständig zugewuchert habe. Überhaupt sei das Dorf in einem erbärmlichen und sehr ungepflegtem Zustand was die Pflege der öffentlichen Hecken beträfe. Am Runden Tisch sei auch schon darüber gesprochen worden, aber daran ändern könne man nichts. Die „Stadt“– so heißt es lapidar - sei nicht in der Lage, die Anlagen so in Schuss zu halten, wie es eigentlich nötig wäre, hätte der Ortvorsteher den Anwesenden zur Kenntnis gegeben. Der allgemeinen Aufregung am Tisch folgte natürlich wieder mal: Nichts! Die Anwohner der vorderen Straße Zur Lieth seien auch ziemlich gefrustet. Die öffentlichen städtischen Aufgaben würden immer mehr wie selbstverständlich auf die Dorfbewohner umgelenkt – unentgeltlich obendrein, während man in Olsberg für alles und jedes immer nur die Rechnung aufmache. Die stellten sich bockig und auf den Standpunkt, dass erstmal die Stadt an der Reihe sei und nicht die Anwohner. Na, da sagt mir mein beschränkter Rinderverstand, dass man doch so auch nicht weiter kommt, oder? Um aber wieder mal seinen sonntäglichen Gang zur Dorfmitte antreten zu können, hat sich mein Herr und mein Hirte zusammen mit dem Klosterbauer den steilen Weg im Kurpark am vergangenen Samstag kurzerhand selbst vorgenommen und frei geschnitten. Hat eine ganze halbe Stunde gedauert – wollen sie nichts für haben – haben sie freiwillig gemacht – für die ganze Dorfgemeinschaft! Genauso wir er gestern mit zwei weiteren bekannten Helferinnen das Rosenbeet und die Mittelinsel am Ortseingang aus Richtung Niedersfeld schön sauber gehackt hat – nach einem elfstündigen Arbeitstag – damit sich alle anderen daran erfreuen können. Aber ich meine – sein/ihr Einsatz in allen Ehren - man kann doch nicht alles alleine machen! Wenn man Vorsitzender eines Dorfvereins ist, dann muss das doch nicht heißen, dass man damit gleichzeitig auch quasi der neue „Ersatz-Gemeinde-Diener“ ist, oder? Die ordnungsgemäße Pflege öffentlicher Anlagen müsste doch zunächst von den dafür Verantwortlichen organisiert werden – der Stadt und dem Ortsvorsteher – und erst anschließend von der „Dorfgemeinschaft“. Aber wie man hörte, haben sich der neue Ortsvorsteher und mein Boss, der ja auch Chef von Pro Wie ist, auf dem Straßenfest Am Böhl lange unterhalten – möglicherweise auch über diese und jene strukturellen Probleme, wenn es beispielsweise um die Erledigung innerdörflicher Angelegenheiten geht. Wenn ich so an die anstehenden Aufgaben denke, die im Rahmen des Projektes „Dörfer im Aufwind“ auf das Dorf zukommen werden, - dann kann ich die zunehmenden Sorgenfalten auf dem Gesicht des hierfür maßgeblich Verantwortlichen sehr gut verstehen. So wie man derzeit in Wiemeringhausen aufgestellt ist, wird das wohl über den Olympischen Gedanken des „Dabei-sein-ist-alles“ hinaus nicht viel werden – befürchte ich. Denn, wenn man sich weiterhin schwerpunktmäßig für Feste & Feiern engagiert und allein dabei die am Ende des Erwerbs-Arbeits-Tages wenige noch vorhandene Kraft lässt, muss man sich nicht wundern, wenn die persönliche Energie jedes Einzelnen anschließend für dringend notwendige Dorf-Arbeit fehlt. Nun ja – wollen wir hoffen, dass wenigstens die beiden versuchen an einem Strang zu ziehen und es ihnen bald gelingt, in Wiemeringhausen alle Kräfte in hierfür notwendiger und geeigneter Weise zu bündeln. Dass die beiden „Lager“ mittelfristig wie auch immer besser und näher werden zusammen kommen bzw. arbeiten müssen – das sollte eigentlich mittlerweile dem letzten Bieseveih klar geworden sein. Ich - Elektra - werde die Entwicklung jedenfalls mit Spannung weiter beobachten – jetzt will ich mich aber lieber eine Zeit lang wieder den noch regenfeuchten Grashalmen widmen. Gut Horn!
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“Elektra’s” (1) Beobachtungen ….von der Sommerweide
22.6.2010 von Bieseveih.
Bei meiner sommerlichen Emigration auf die saftigen Weiden der Hude-Genossenschaft habe ich mich anfangs bis zum Sportplatz vom Dorf entfernt – zuerst etwas störrisch im Alleingang, dann gemeinsam mit meinen schnell lieb gewonnenen sechs Weggefährtinnen. Auf die höher gelegenen Weideplätze auf der Rinderweide darf ich noch nicht, weil ich noch zu jung bin. Aber ich hoffe nächstes Jahr gemeinsam mit den anderen werdenden Kühen einen schönen Sommer in guter Hoffnung dort oben verbringen zu dürfen. Die unteren Ruhrwiesen der Hudegemeinschaft, auf denen ich mich sehr wohl fühle, reichen bis zurück ins Dorf - bis in Höhe meines Winterquartiers in Haskes Stall bzw. direkt bis zum Spielplatz auf der hinteren Lieth. Da bin ich nach den Wochen am Sportplatz aber richtig froh wieder in Dorfnähe zu sein, wo ich mich noch auf Christi Himmelfahrt beim Sportfest so außerordentlich gelangweilt habe. Nicht mal die 2. Senioren-Mannschaft, die jetzt sogar wieder vom Spielbetrieb abgemeldet wurde (das kommt mir ja so bekannt vor) geschweige denn die 1. Mannschaft gaben sich auf dem eigenen Sportfest ein Stelldichein. Stattdessen wurde dem Gemeinen-Wiemeringhauser-Beobachter GWB (2) als Veranstaltungshöhepunkt das Spiel von der A-Jugend gegen die B-Jugend geboten. Immerhin, möchte man sagen, wenn man weiß, worum es in erster Linie bei so einem Sportfest geht. Es überrascht einen doch schließlich kein Verantwortlicher mehr wirklich mit der Sauerländer Vereins-Standard-Antwort auf die Frage, ob es gut gelaufen ist: „Jau, war ganz ordentlich – 5 Hektoliter, woll!“ Na ja, aber irgend wovon muss so ein Verein ja schließlich leben - nur mit Gras und frischem Wasser können eben nur Rindviecher oder Schafe. Und damit zurück zu mir: Wenn man näher am Dorf dran ist, dann kriegt man ja auch viel mehr mit – was so läuft. So hofft man wenigstens und wird dann schnell eines besseren belehrt. Denn in Wiemeringhausen gilt: Glaube an das, und vor allem, interessiere dich nur für das, was du mit bloßem Auge erblicken kannst. Ich kann beispielsweise von meiner Warte aus sehen, dass nicht die Heinzelmännchen, sondern die von der Stadt da an der Kurparkbrücke wieder zugange sind. Das Beet und die Wege sowie selbst der vom Dorfverein gerade erst neu hergerichtete Brückenzugang werden umgestaltet. Die Aktivitäten in allen Ehren, so hätte sich mein Herr und mein Hirte wahrscheinlich doch eine (frühzeitige) Einbeziehung seines Dorfvereins in die Überlegungen gewünscht – so wie es auf der Bürgerversammlung verabredet war, als er wiederholt sogar auf eine Patenschaft angesprochen wurde. Nun war ein Teil der Arbeit für die Katz - hätte man sich sparen können. Aber es ist wohl offensichtlich zurzeit die Zeit der Alleingänge, denn genau diejenigen, die sich vornehmlich als „Dorfgemeinschaft“ begreifen und betiteln, haben sich in Wirklichkeit nun auch nur mehr oder weniger als Einzelgänger geoutet. Während sich die einen „ihre DorV-Projekte“ auf die eigene Partei-Fahne schreiben sind es andererseits unsere drei mutigen, neutralen, grün-schwarzen Musketier-Gesellen, die sich - Ehrensache - um die Rettung des dörflichen Königreiches bemühen und sich dabei nun scheinbar um gar keinen mehr (zu) scheren (brauchen) und das ganze Dorf vor vollendete Tatsachen stellen, indem sie bewusst den Bürger(inne)n und dem bzw. den Dorfverein(en) jegliche Information und damit frühzeitige Teilhabe an Dorfentwicklungs-Bewerbungs-Konzepten vorenthalten und verweigern. Im Ergebnis sehe ich uns mit dieser Bewerbung auf den ersten Blick zurückversetzt in das Jahr 2002: Nahezu nichts weiter als abgestandener kalter Kaffee aus den Vorzeiten des Dorfaktionstags - vom gleichen Koch - nur nochmal aufgewärmt. Wer also den endgültigen Beweis für mindestens acht Jahre Stillstand in Wiemeringhausen gesucht hat, der findet ihn jetzt in den „Bewerbungsunterlagen“. Mögen die drei Pro-Wiemeringhausen-Aktiven als selbstgefällige Vertreter der Dorfgemeinschaft weiterhin allein so erfolgreich sein, wie sie es bei dieser tollen Bewerbung waren. Ich werde es weiter beobachten – natürlich nur soweit, wie ich auch durch die natürlichen Hecken (im Dorf) und über die künstlichen Mauern (in den Köpfen der Leute) hinweg etwas erkennen kann.
(1) Das rote Höhevieh mit dem klangvollen Namen “Elektra” ist das derzeit einzige und vorerst letzte Original-Wiemeringhauser-Bieseveih. Es ist seit einiger Zeit auf der Sommerweide und will sich - trotz Sommerpause - zwischendurch immer mal wieder zu Wort melden, um uns seine Beobachtungen und die dabei gewonnenen Eindrücke mitzuteilen. Sie ist halt mitteilsam(er) als andere - also lassen wir sie doch zwischendurch mal wieder zu Wort kommen.
(2) GWB: Synonym bzw. Kürzel für die in Wiemeringhausen stark ausgeprägte passive Rolle der Bürger(inne)n als Statisten und stille Beobachter
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Almauftrieb - Das Bieseveih macht Sommerpause
11.5.2010 von Bieseveih.
Der CowBlog macht erstmal Sommerpause und die Gedanken des Wiemerinhauser Bieseveih‘s sind wie das Blöken eines einsamen roten Höhenviehs auf der Rinderweide über Nacht in alle Winde verstreut. Es sei denn, jemand hat sie aufgefangen – vielleicht mit dem Inter-Netz? Nun ja: Den (wenigen) Enttäuschten und den (vielen) Frohlockenden sei über meine Entscheidung, das Schreiben erst mal sein zu lassen, gesagt: Ich habe das überflüssige Tippen im Wesentlichen aus Selbst-Schutz-Gründen und aufgrund lieb-gemeinter freundlicher Hinweise eingestellt, denn wie sagt der gemeine Sauerländer so richtig: „Es gibt kein größer Leid, als das der Mensch sich selbst andeih’t.“ Wenn sich die spitze Feder langsam und fast unbemerkt aber wiederholt und tendenziell in eine scharfe Klinge verwandelt und geschriebene Worte zu Pistolenschüssen mutieren, dann muss man aufpassen, dass der Schuss nicht nach hinten los geht oder der Revolverheld sogar denjenigen Menschen und Dingen schadet, die er eigentlich liebt. Und überhaupt: Jeder der meine zahlreichen „kryptografischen Essays“ und die darin versteckten Wahrheiten und (allzu oft) auch Gemeinheiten gelesen hat, sollte nun in etwa wissen, was oder wie viel ich von „Diesem“ oder „Jenem“ im Land und in der Stadt und im Dorfe halte oder auch nicht halte. Ich habe einen Winter lang meinen teilweise sehr bitteren Senf zu allem möglichen dazu gegeben - und damit soll’s nun erstmal gut und genug sein.
P.S.: Der Wahlausgang hat damit im Übrigen natürlich gar nichts zu tun - Ich habe es sowieso schon vorher gewusst, dass sich NRW vor fünf Jahren „nur verwählt“ hatte. Aber diese Pattsituation lasse ich von nun an wieder von anderen kommentieren, z. B. von dem „neutralen“ Chefredakteur Bodo Zapp von der Winterberger Werbe-Presse (W-WP). Dessen Hagener Süß-Sauer-Senf – ob nun vor oder nach der Wahl - kann einem wirklich jedes Frühstücksbrötchen ungenießbar machen, oder etwa nicht?
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Neue Internetpräsenz: WWW.PRO-WIEMERINGHAUSEN.DE geht online
12.2.2009 von admin.
Es ist soweit! Das Webteam vom Arbeitskreis Dorfzeitung und Internet hat das neue Informationsportal für Wiemeringhausen ins Netz gestellt. Der Ortsvorsteher Hubertus Moos hatte die Inhalte der neuen Website beim Treffen der Vereinsvorsitzenden mit den Ratsvertretern und dem Ortsheimatpfleger am vergangenen Dienstag, 10.02.2009, bereits vorgestellt. Über die Internetadresse www.pro-wiemeringhausen.de werden die Besucher weitergeleitet auf eine Subdomain von www.bieseveih.de und können dann die aktuellen Nachrichten rund um unser Dorf abrufen.
Alle Wiemeringhauser Vereine und Gruppen werden gebeten, ihre Mitteilungen, Berichte o. ä., die sie z. B. in der Zeitung veröffentlichen oder am schwarzen Brett aushängen wollen, nun auch immer per Email an pro-wiemeringhausen@bieseveih.de zu schicken. Wir werden versuchen, die Meldungen so zeitnah wie möglich einzustellen.
Das “Virtuelle Schwarze Brett” ist ähnlich wie unser Aushangkasten am Kapellenplatz in schönen Rot/Braun/Orange-Tönen gehalten - die markanten Farben des Wiemeringhauser Bieseveih.
Es war mit I-PRO-Wie immer unser Ziel, mehr Transparenz in unseren kleinen Wiemeringhauser “Mikrokosmos” zu bekommen. Wir hoffen, dass es uns mit diesem neuen “Intranet” für Wiemeringhausen gelingen wird, lokale Informationen rund um unser Dorf allen Bürger(innen) so aktuell wie möglich zugänglich zu machen. Damit uns das gelingt, sind wir natürlich auf die zeitnahe Einspeisung von Nachrichten angewiesen. Deshalb nochmals die Bitte an alle Wiemeringhauser(innen), sich zahlreich und aktiv zu beteiligen. Wünsche, Anregungen und Verbesserungsvorschläge, aber auch Kritik, nehmen wir gerne entgegen.
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Grüne Kommunalwahl-Kandidaten werden benannt
9.2.2009 von admin.
“Viele Wiemeringhauser Bürger engagieren sich für Bündnis 90/Die Grünen” - so müsste es richtigerweise heißen in der Überschrift zu dem heutigen Artikel in der Westfalenpost. Olsbergs Grüne stellen ihre Kandidaten auf - und wen sieht man da - lauter Wiemeringhauser(innen)! Die politische Heimat der Olsberger Grünen ist eindeutig in unserem Dorf zu verorten. Von hier aus werden Sie losgeschickt, auf die verlorenen Posten in den Nachbar-Gemeinde-Wahlbezirken. Dominiert werden die Grünen eindeutig von unserer Familie Weigand: Neben dem Ortsverbandsvorsitzenden und Fraktionssprecher Karl-Heinz (Wahlbezirk Bigge-Olsberg) sind seine Frau Uta (Wahlbezirk Bigge 2), sein Bruder Franz-Josef (Wahlbezirk Wiemeringhausen) und seine Schwägerin Claudia (Wahlbezirk Olsberg 3) als Kandidaten mit dabei. Für die Wahlkreise Bruchhausen und Bruchhausen/Elleringhausen kandidieren Ursula Klagges und Andreas Plitt. Der Wahlkreis Brunskappel/Wulmeringhausen wird von Alfons Schmidt besetzt und für den Wahlkreis Assinghausen tritt Tallat Durguter an. Also 8 von 18 Kandidaten aus Wiemeringhausen - was für eine tolle Quote. Aber da niemand wirklich damit rechnen kann, in den vornehmlich schwarzen Sauerländer Hochburgen als grüner Direktkandidat auch gewählt zu werden, lohnt sich ein Blick auf die Reserveliste der Grünen: Falls alle dort genannten acht Listen-Kandidaten durchkämen, wären die vier Weigand’s dabei (Listenplätze 1, 3, 5 und 8).
Hier der Artikel aus der WP von heute: wp_090209_gruene_ratskandidaten_2009.pdf
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Infoabend: Welche Rolle spielt das Internet in unserer Gesellschaft?
25.1.2009 von admin.
Der bewusste Umgang mit dem Internet sowie wichtige Hinweise zu dessen Nutzen, aber auch zu den Gefahren der heutigen modernen Kommunikationsmedien stehen im Mittelpunkt einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, die am Donnerstag, 19.03.2009, um 20.00 Uhr im Landgasthof Schöttes in Wiemeringhausen stattfindet.
Das Surfen im „Internet“ ist heutzutage für die meisten von uns nichts Neues. Dennoch hat dieses Medium zahlreiche positive und negative Facetten, über die es sich lohnt „Bescheid“ zu wissen. Gerade die Bürger(innen) von Wiemeringhausen und Umgebung sind in letzter Zeit zu ausgesprochen lebhaften Teilnehmern einer neuen Kommunikationsform im sogenannten World-Wide-Web (WWW) geworden. Seit geraumer Zeit hat sich über unserem Dorf mit den beiden mittlerweile recht bekannten Blogs www.bieseveih.de und wiemeringhausen.blog.de eine neue Art des virtuellen Meinungs- und Informationsaustausches ausgebreitet. Während es bei dem erstgenannten Blog um ein gezielt an die Dorfbewohner gerichtetes, eher informatives Web-Tagebuch des Ortsvorstehers und seiner Initiative PRO Wiemeringhausen geht, handelt es sich bei dem anderen Blog um das digitale Rednerpult eines noch unbekannten „Wiemeringhäusers“. Letztgenannte(r) hält dort seine alltäglichen sozialen und gesellschaftlichen Beobachtungen und private Meinungsäußerungen über dörfliche Ereignisse, Dorfbewohner und deren Aktivitäten sowie die Dorf- und Stadtratspolitik fest. Den so „Besprochenen“ wird bei der Lektüre zumindest eine ziemliche Portion Humor abverlangt und viele finden die Anonymität nicht besonders gut. Beiden Tagebuchschreibern ist es jedoch gelungen – die Besucherzahlen bestätigen dies - die „Aufmerksamkeit“ vieler lokaler und auch darüber hinaus regionaler Internetnutzer zu gewinnen – und darum geht es im Internet schließlich in der Hauptsache.
Das Internet ist ein offenes Medium ohne feste Regeln, mit dem jeder Benutzer lernen sollte bewusst umzugehen, um nicht unnötig von Profis oder Scharlatanen verführt zu werden oder in der Informationsflut unterzugehen. In diesen Zeiten zunehmender Verwirrung kann man beim Kampf um das kostbare Gut „Aufmerksamkeit“ schnell den Blick auf das „Wesentliche“ verlieren. Um einigermaßen den Überblick zu behalten und sowohl dem vielfachen Nutzen als auch den lauernden Gefahren der neuen Internetanwendungen individuell zu begegnen, muss man sich über die Zusammenhänge informieren. Das gilt für die ältere Generation genauso wie für besorgte Eltern, die vielleicht nicht zu Unrecht ein mulmiges Gefühl dabei haben, wenn die Kinder sich zu LAN-Partys verabreden oder stundenlang im ICQ chatten.
Mit der Referentin Frau Kerstin Rachfahl, Geschäftsführerin der gleichnamigen Rachfahl IT-Solutions GmbH & Co. KG aus Hallenberg, ist es uns gelungen, eine genauso technisch wie auch sozial kompetente Expertin zum Thema „Bewusster Umgang mit dem Internet“ zu gewinnen. Sie wird die Zuhörer mitnehmen auf eine immer noch aufregende und zunehmend spannende Reise durch das World-Wide-Web. Neben technischen Tricks werden die Teilnehmer an der Veranstaltung eine Menge Hinweise bekommen, wie man sich auch im Internet sozialverträglich verhalten und eine Menge Nutzen aus dem unüberschaubaren Angebot ziehen kann. Der Vortrag geht dabei weniger auf allgemeine Anwendungen ein, sondern u. a. folgenden Fragestellungen und Themen nach:
· Was macht die Kriminalität im Internet so Interessant für die Kriminellen und was ist daran so kompliziert für den( Rechts-)Staat?
· Einmal im Internet – immer im Internet - „Drum prüfe, wer etwas veröffentlicht…“
· Unwissenheit schützt vor Strafe nicht - Das „Copyright“ im Internet
Angesichts der hohen Aktualität und allgemeinen Wichtigkeit des Themas sind alle Wiemeringhauser(innen) und auch interessierte Bewohner(innen) aus den Nachbarorten – ob jung oder alt – herzlich zu diesem Informationsabend eingeladen. Der Unkostenbeitrag von 2,00 Euro dürfte kein wirklicher Grund sein, den mit Sicherheit interessanten Abend in Wiemeringhausen zu verpassen. Der Ortsvorsteher freut sich deshalb auf zahlreiche Teilnehmer(innen) aus nah und fern.
Hintergrund: Blogs und andere „nutzergenerierte Internetanwendungen“ wie auch die bekannten „Social-Networks“ (z. B: YouTube, MySpace, FaceBook, SchuelerVZ, StudiVZ ) basieren auf einer neuen Internet-Technologie, auch als Web 2.0 bekannt. Sie zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass es kinderleicht ist, eigene Beiträge beliebiger Art ins Internet zu stellen und über diese Netzwerkgemeinschaften mit beliebig vielen Nutzern in Verbindung zu treten. Die Anwendungen laufen auf den Rechnerplattformen verschiedener Diensteanbieter. Den Zugang zu einer solchen Internet-Gemeinde verschafft man sich i. d. R. durch Anmeldung und Anlegen eines persönlichen Profils. Es wird allgemein kritisiert, dass die Diensteanbieter die persönlichen Daten aus den Profilen und sozialen Verbindungen gezielt auswerten und für kommerzielle Zwecke nutzen, z. B. für zielgruppengerechte Werbung. Damit man nicht ahnungslos zum Opfer solchen nicht ohne weiteres erkennbaren Datenmissbrauchs wird, gilt es einige grundlegende Dinge zu beachten. Andererseits sei das Internet - und besonders das Web 2.0 - ein Segen für die Meinungsfreiheit, so heißt es. Endlich können alle (demokratisch) bestimmen, worüber diskutiert wird –hoheitliches Meinungsmonopol weniger Experten war einmal – das Fachwissen ist tot (Brockhaus-Enzyklopädie), es lebe das Allgemeinwissen (Wickipedia). „Doch was haben wir uns da eingehandelt?“ fragt sich nicht nur mancher Experte in Bezug auf die Auswüchse des Web 2.0: „Forumsbeiträge, die vor Dummheit und falschen Fakten strotzen, an Idiotie kaum zu überbietende Videoclips bei YouTube, plumpe Produktempfehlungen cleverer Lobbyisten, die sich als harmlose User tarnen bedrohen unsere Werte und Kultur“ so lautet das negative Fazit. Ganz besonders schlimm sind die Auswüchse im Bereich der Kinderpornographie.
Aber befinden wir uns im Internet wirklich auf einem gefährlichen Irrweg? Bedroht das Internet, in dem statt verlässlicher Information immer mehr Halbwissen und blanke Lügen herrschen, tatsächlich auch die Basis für vernünftige und tragfähige politische und gesellschaftliche Entscheidungen? Wie können wir uns noch verlässlich Informieren und unsere Meinungen bilden, wenn durch Amateurjournalismus und gezielte Propaganda professionelle Wissensgrundlagen nicht mehr angeboten und genutzt werden können?
Wenn über Wahrheitsgehalte und Wichtigkeit von der breiten Masse per Mausklick abgestimmt wird und wir bei Google & Co. nur den Spiegel unserer eigenen Sucheinträge vorgehalten bekommen, bewegen wir uns immer mehr im Kreis. Im Internet kann sich zudem jeder dorthin flüchten, wo seine eigenen Meinungen und Vorurteile am ehesten bestätigt werden. Das Ergebnis könnte dann schlimmstenfalls eine Vielzahl engstirniger persönlicher, zum Teil radikaler Ansichten sein, die i. W. aber nur auf schlechter oder unzureichend geprüfter Information beruhen. Deshalb ist trotz der unbestritten vielen Vorteile des Internets ein technik- und sozialkritischer Diskurs über den bewussten und aufgekärten Umgang mit den neuen Medien quer durch alle Gesellschaftsschichten und Milieus von hoher Bedeutung.
Weiterführende Informationen zum speziellen Thema “Gefahr im Kinderzimmer - Eltern lernen Internet” auch unter:
www.wdr.de/radio/wdr2/rhein_und_weser/503400/phtml
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Neujahrsempfang 2009 - Bürgerschaftliche Aktivitäten werden belohnt
11.1.2009 von admin.
Neben den wahrscheinlich letzten Neujahrsansprachen des Bürgermeisters Elmar Reuter und seines allgemeinen Stellvertreters Karl Metten waren die Preisverleihungen für bürgerschaftliche Aktivitäten in 2008 ein besonderer Höhepunkt anlässlich des Neujahresempfanges am 11.01.2009 im Olsberger Ratssaal.
Aus Wiemeringhauser Sicht waren die Dorfgemeinschaft, die Rentnergemeinschaft und der Sportverein vorgeschlagen worden. Wie von dem Preisgericht in seiner Sitzung am 14.10.2008 beschlossen, konnte die Dorfgemeinschaft und die Rentnergemeinschaft aus den Händen des Bürgermeisters einen Geldpreis in Höhe von jeweils 100,00 Euro entgegen nehmen. Der Sportverein erhielt für sein besonderes Engagement bei der Pflege und Erhaltung der Sportanlagen, insbesondere für die Errichtung und Pflege des Multifunktionsplatzes, einen Preis von 150,00 Euro. Die Rentnergemeinschaft wurde für die Pflege des denkmalgeschützeten Hochbehälters Kaltenborn belohnt. Die zugehörige Urkunde der Dorfgemeinschaft ist hier - auch stellvertretend für die anderen - einzusehen.
urkunde__090111_dorfgemeinschaft.pdf
Die stolzen Preisträger, vertreten durch Michael Frese mit Gerhard und Michael Schmidt vom Sportverein, durch die Herren Clemens Padberg und Wolgang Rother von der Rentnergemeinschaft und durch die beiden Damen Doris Peters und Ulrike Koch, die gemeinsam mit dem Ortsvorsteher Hubertus Moos und Ortsheimatpfleger Karl Joch die Dorfgemeinschaft repräsentierten, freuten sich über die Preisverleihung und bedankten sich für den unverhofften Geldsegen.
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Soziales Netzwerk: ZWAR - Zwischen Arbeit und Ruhestand
31.12.2008 von admin.
Die Stadt Olsberg, das Josefsheim Bigge und die ZWAR-Zentralstelle NRW werden im März 2009 in Olsberg ein integratives ZWAR-Netzwerk für ältere Menschen mit und ohne Behinderung ins Leben rufen.
“Soziale Netzwerke werden für Menschen ab 55 Jahren immer wichtiger. Hier treffen sich Menschen mit gleicher Lebenssituation, um ihren dritten Lebensabschnitt gemeinsam durch ihr Engagement für sich selbst, für ihr Netzwerk und für ihr Gemeinwesen zu gestalten. Ziel ist die Förderung von Selbstorganisation und gesellschaftlicher Teilhabe älterer Menschen.” so heißt es in einem gemeinsamen Einladungsschreiben von Herrn Bürgermeister Reuter, dem Geschäftsführer des Josefsheims, Herrn Vornholt, und dem Fachberater der ZWAR-Zentralstelle NRW, Herrn Stanjek, zu einer Informationsveranstaltung am Montag, 19. Januar 2009, von 17.00-18.30 Uhr im Josefsheim.
Das Thema demographischer Wandel und seine Folgen betrifft zusehends auch uns in Wiemeringhausen. Der Ortsvorsteher würde sich freuen, wenn er einige an diesem neuen Sozial-Projekt interessierte Dorfbewohner(innen) zu der Informationsveranstaltung mitnehmen könnte.
Anmeldungen werden bis zum 12.01.2009 erbeten.
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